Religiöse und spirituelle Überzeugungen sind für viele Menschen Teil eines erfüllten Lebens. Ob in der Bibel oder anderen religiösen Traditionen – immer wieder geht es um die lebensverändernde, heilende Macht von Glauben, Hoffnung und Liebe. Auch politisches und gesellschaftliches Handeln braucht die Hoffnung, damit etwas zum Guten oder Besseren zu bewirken. Aber ist es so leicht zu glauben, zu hoffen, zu lieben? Wie werden diese Erfahrungen in unserem Alltag wirksam? Durch welche Praktiken lassen sie sich in unser Leben integrieren? Und was, wenn mentale Belastungen oder psychische Erkrankungen die Hoffnung auf Besserung, die Liebesfähigkeit oder den Glauben an Hilfe erschweren?
Religiöse und spirituelle Praktiken haben längst auch Eingang in die Therapie gefunden, etwa in Form von Achtsamkeitsübungen, Meditation oder in Dankbarkeitsritualen. Laufen wir damit Gefahr, Probleme und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten wegzuatmen, statt sie aktiv zu verändern? Wie können solche Praktiken nicht nur individuelles, sondern gesellschaftliches Wohlbefinden fördern?
Ein Gespräch über Spiritualität, Religion und mentales Wohlbefinden in Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden/Meißen und der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Dresden
Mit: Muhammed Mansur Doǧan, Islamischer Theologe an der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Vjera Holfhoff-Detto, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Dresden und Geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Seelische Gesundheit.
Christian Olding, Pastor in Geldern; seine „Vision von Hoffnung“-Gottesdienste sorgen bundesweit für Aufsehen und großen Andrang.
Teilnahmegebühr: 5,00 € / 3,00 € ermäßigt, zu zahlen an der Museumskasse oder beim Online-Ticketkauf, Restkarten an der Abendkasse
11.11.2026
19:00 - 20:30 Uhr
Lingnerplatz 1, DHMD, Marta-Fraenkel-Saal